Die Geschäftsführung bleibt handlungsfähig, und die verbleibenden Niederlassungen in Krefeld, Mönchengladbach und Geldern werden weiter betrieben. Rund 190 Mitarbeiter sind von der Maßnahme betroffen, ihre Gehälter sind zunächst für drei Monate gesichert. Ziel des Verfahrens ist eine nachhaltige Stabilisierung des Unternehmens, das seit 1924 als etablierter Händler im Rheinland agiert.
Die Preckel Automobile GmbH aus Krefeld hat beim zuständigen Amtsgericht ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, um sich strukturell neu aufzustellen und langfristig handlungsfähig zu bleiben. Das Gericht erteilte mit Beschluss vom 24. November 2025 die Genehmigung zur Eigenverwaltung und setzte den Düsseldorfer Anwalt Frank Kebekus als vorläufigen Sachwalter ein. Ziel des Verfahrens ist es, das Unternehmen durch gezielte Restrukturierungsmaßnahmen zu stabilisieren und den Geschäftsbetrieb fortzuführen.
Hintergrund der Entscheidung sind laut Unternehmensangaben anhaltende Herausforderungen im Neuwagengeschäft und eine nach wie vor zurückhaltende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Frühere Kostensenkungen hätten nicht ausgereicht, um die Umsatzrückgänge auszugleichen, sodass neue Handlungsspielräume notwendig wurden. Die Geschäftsführerin Eva Verena Preckel bleibt trotz der eingeleiteten Maßnahmen voll handlungs- und entscheidungsfähig. Unterstützt wird sie dabei von der Sanierungskanzlei AndresPartner, die den Restrukturierungsprozess begleitet.
Die ersten praktischen Schritte im Rahmen der Eigenverwaltung betreffen die Schließung der Standorte Düsseldorf, Solingen und Heiligenhaus zum 30. November 2025. Die Niederlassungen in Krefeld, Mönchengladbach und Geldern bleiben vorerst in Betrieb. Insgesamt sind rund 190 Mitarbeiter von den Schließungen betroffen; ihre Gehälter sind durch das Insolvenzgeld zunächst für drei Monate abgesichert.
Preckel Automobile ist seit 1924 ein traditionsreicher Händler im Rheinland und vertreibt Marken wie Kia, Nissan, Fiat, Alfa Romeo, MG Motor, Maxus und Suzuki. Ergänzend bietet das Unternehmen umfassende Werkstatt- und Serviceleistungen an. Nach dem Ausstieg aus dem Renault-Vertrieb Ende 2023 konzentriert sich das Unternehmen auf die verbleibenden Marken sowie das Aftersales-Geschäft. In der Unternehmenskommunikation betont Preckel, dass alle Optionen – einschließlich einer möglichen Investorensuche – geprüft werden. Ziel ist eine nachhaltige Rückkehr zur Wettbewerbsfähigkeit, während Kunden und Geschäftspartner weiterhin auf gewohnt hohen Service zählen können.