VDO kehrt unter Aumovio in den Pkw-Ersatzteilmarkt

Aumovio bringt VDO-Elektronik und Mechatronik mit 700 neuen Teilen zurück auf den Ersatzteilmarkt

Mit dem Spin-off erweitert Aumovio das VDO-Portfolio um 700 neue Teilenummern und stärkt damit die Präsenz der Marke im Pkw-Aftermarket.Mit dem Spin-off erweitert Aumovio das VDO-Portfolio um 700 neue Teilenummern und stärkt damit die Präsenz der Marke im Pkw-Aftermarket.  Foto: Aumovio

Ab 2026 folgt die Einführung von Sensoren und Kameras für Fahrerassistenzsysteme. Qualität, Entwicklungsstandards und Service bleiben dabei unverändert, während Werkstätten von erweiterten Schulungs- und Trainingsangeboten profitieren. Ziel ist es, die technologische Kompetenz von VDO für den Aftermarket noch breiter verfügbar zu machen.

Die Aumovio Aftermarket GmbH hat mit dem Spin-off der Traditionsmarke VDO einen bedeutenden Schritt zur Stärkung ihres Ersatzteilportfolios unternommen. Ab Dezember 2025 wird das bisher unter Continental geführte Elektronik- und Mechatroniksortiment sukzessive wieder unter der Marke VDO im unabhängigen Pkw-Ersatzteilmarkt angeboten. Das Portfolio deckt zunächst zentrale Fahrzeugbereiche wie Kraftstoffsysteme, Motormanagementsensorik, RDKS-Komponenten, Turbolader, Common-Rail-Systeme sowie Motorstellelemente ab.

Ab dem Jahr 2026 sollen außerdem Sensoren und Kameras für Fahrerassistenzsysteme (ADAS) Teil des VDO-Angebots werden. Diese Erweiterung soll Werkstätten beim Umgang mit modernen Fahrzeugsystemen unterstützen und die wachsende Bedeutung elektronischer Sicherheits- und Assistenzsysteme abbilden. Laut Aumovio sollen an der Qualität der Produkte, den Entwicklungsstandards und den Serviceangeboten keine Veränderungen eintreten.

Parallel bleibt die Marke ATE als Spezialist für Bremsenprodukte unter Aumovio bestehen. VDO und ATE teilen künftig zentrale Services wie Hotline, Trainingsprogramme und digitale Schulungsangebote, wodurch ein einheitliches Service- und Schulungsnetzwerk für Werkstätten entsteht. Managing Director Enno Straten erklärt: „Mit VDO bringen wir ein traditionsreiches, technologisch starkes Portfolio zurück in den Markt und ermöglichen Werkstätten den Zugang zu modernster Elektronik- und Mechatronik-Technologie.“

VDO blickt auf eine fast hundertjährige Markenhistorie zurück und hat sich insbesondere in der Erstausrüstung und im Nutzfahrzeugsegment etabliert. Neben Tachographen und Telematiklösungen umfasst das heutige VDO-Ökosystem auch Download-Tools und die Cloud-Plattform VDO Fleet. Durch die Rückkehr in den Pkw-Aftermarket sollen diese Technologien nun auch unabhängigen Werkstätten zugänglich gemacht werden.

Mit dem Spin-off wurde das VDO-Sortiment um 700 neue Teilenummern erweitert – eine Steigerung von rund 50 Prozent. Weitere Neueinführungen sind für 2026 geplant, darunter eine eigenständige Produktgruppe für Fahrerassistenzsysteme. Diese umfasst Front- und Totwinkelradar, Multifunktionskameras und Systeme für Rundumsichtanwendungen. Ziel ist es, die Werkstätten in einem zunehmend komplexen Umfeld bei Diagnose, Wartung und Reparatur von Fahrzeugen mit modernen ADAS-Systemen zu unterstützen.

Begleitet wird die Portfolioerweiterung von einer umfassenden Servicearchitektur. Dazu zählen technische Hotline, Trainingsprogramme, digitale Schulungsangebote, Partnerprogramme und Qualifizierungen zu Hochvolt- und Diagnosekompetenzen. Aumovio positioniert sich damit als technologieorientierter Anbieter, der Werkstätten sowohl bei klassischen Reparaturen als auch bei der Arbeit an modernen Elektronik- und Sensorsystemen unterstützt. Straten betont: „Unser Ziel ist klar: Wir möchten die Zukunft des freien Ersatzteilmarktes aktiv mitgestalten und Werkstätten für die Herausforderungen der modernen Fahrzeugtechnik rüsten.“

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